Was ist der Unterschied zwischen einer Barriere und einem Trenner?

Im Bereich des Explosionsschutzes ist die Eigensicherheit (Ex-i) eine wichtige Zündschutzart. Die Energiebegrenzung im Fehlerfall für den Stromkreis im explosionsgefährdeten Bereich ist dabei das entscheidende Schutzprinzip.

Sowohl Barrieren als auch Trenner sind Schnittstellen zwischen dem Sensor bzw. Aktor im Ex-i-Bereich und der Steuerung. Sie erreichen die Energiebegrenzung durch einen Schaltungsaufbau mit Zener-Dioden und Widerständen.

Barriere und Trenner werden, sofern keine weiteren Schutzmaßnahmen getroffen wurden, im Nicht-Ex-Bereich  installiert. Nur der geschützte Stromkreis führt in die Ex-Zone.

Barrieren


Barrieren, auch "Sicherheitsbarrieren“ genannt, müssen auf möglichst kurzem Weg mit dem Potenzialausgleichssystem einer Anlage verbunden werden.

Daraus folgt, dass zur Verhinderung von Potenzialausgleichsströmen an keinem weiteren Punkt des Ex-i-Stromkreises geerdet werden darf.

Aufbau einer Ex-Barriere
Aufbau einer Ex-Barriere



Trenner


Schaltung eines Gerätes mit galvanischer 3-Wege-Trennung
Schaltung eines Gerätes mit galvanischer 3-Wege-Trennung
Der Begriff Trenner wird umgangssprachlich auch für eigensichere Trennschaltverstärker und Messumformer verwendet, die im Gegensatz zur Barriere zusätzlich zur Energie begrenzenden Schaltung eine vorgeschaltete galvanische Trennung beinhalten.

Diese Trennung wird auch Trennstufe oder Potenzialtrenner genannt. Ein Potenzialausgleich ist bei einem Ex-i-Trenner nicht erforderlich und die verbundenen Feldgeräte dürfen betriebsmäßig geerdet werden.





Für Stromkreise zu Feldgeräten in Ex-Zone 0 ist eine galvanische Trennung zu bevorzugen (EN 60079-14).

Bei einer 3-Wege-Trennung sind sowohl Eingang und Ausgang als auch die Spannungsversorgung galvanisch isoliert. Das ermöglicht ein flexibles Installationskonzept. Weil es hier keine Potenzialverschleppungen gibt, können Geräte auf unterschiedliche Potenziale gelegt werden.

Module mit eigensicherem Eingangs- bzw. Ausgangsstromkreis
Module mit eigensicherem Eingangs- bzw. Ausgangsstromkreis



Weitere Möglichkeiten



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